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Wir über uns Ziele des MGV Walsum-Aldenrade Über 100 Jahre hat der MGV Walsum-Aldenrade über Generationen hinweg sein Ziel, die Sängertätigkeit zu fördern, beharrlich und erfolgreich verfolgt. Dieses war nur möglich, weil immer wieder Männer, von echtem Sängergeist beseelt, bereit waren, ihre Kraft selbstlos in den Dienst des Gesangs und der Gemeinschaft zu stellen. Allen Bevölkerungsschichten und Altersgruppen ohne Unterschied soll Gelegenheit gegeben werden, sich sängerisch zu betätigen. In fröhlicher Sängerrunde kann man Stress, Alltagssorgen und Ärger vergessen. Um diese Ziele zu verwirklichen, darf man nicht vergessen, dass die vielen Idealisten, Helfer und Sänger, Vorstand und Dirigent, als Garant für die große Aufgabe, Engagement und Opfer investieren müssen. Die finanziellen Mittel müssen vom Verein, dem einzelnen Sänger aufgebracht werden, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Sie können uns durch Ihre Mitgliedschaft im „MGV Walsum-Aldenrade aktiv und tatkräftig unterstützen, damit wir auch in Zukunft die freiwillig gestellten Aufgaben erfüllen können. deshalb: Junge dürfen im Chor alt werden Alte werden durch Gesang wieder jung Eitle können sich in die erste Reihe stellen Bescheidene stehen in der letzten Reihe Herausragende erhalten Solopartien Nörgler dürfen über Dissonanzen schimpfen Egoisten erhalten eigene Noten Geltungsbedürftige dürfen lauter singen Ausdauernde singen in mehreren Chören Fürsorgliche verteilen Hustenbonbons Schreihälse werden behutsam gedämpft Morgenmuffel: Chorproben sind fast immer abends Eheleute begegnen sich in den Proben (gemischte Chöre) Singels sind bei uns nicht allein Große kommen leichter ans Hohe C Gemütliche dürfen im Sitzen singen Fleißige erscheinen zur jeder Probe Eifrige können auch zu Hause üben Reiselustige sind bei allen Ausfahrten dabei Sie können keine Noten lesen? Wir auch nicht! Überzeugt, dann kommen Sie doch! Werden Sie Mitglied im Männergesangverein-Walsum-Aldenrade 1906 e.V. Die Chronik des MGV Walsum-Aldenrade Selbst das Katastrophenjahr 1906, Zerstörung San Franciscos durch ein Erdbeben, mehrere tausend Tote, Grubenunglück in Courrieses, 1.100 Tote, konnte einige sangeslustige Herren nicht daran hindern, am 5. August 1906 den ersten weltlichen Männer-Gesang-Verein zu gründen. Erster Vorsitzender wurde Herr Diedrich Husmeier und erster Dirigent Herr Lehrer Kanitz. Mit Beschluss vom 14. April 1907 erhielt der Verein seinen heutigen Namen: „Männer-Gesang-Verein“ Walsum-Aldenrade 1907 fand das erste öffentliche Konzert des Vereins in der Gaststätte „Katten- dahl“ in Walsum Dorf statt. Mit Gründung des Vereins wurde auch beschlossen, dass eine Fahne zwingend erforderlich ist. Im Jahre 1908, am 12. Juni war es soweit, die neue Vereinsfahne erhielt ihre Fahnenweihe bei einem 3 tägigen Stiftungsfest. Ein 12 Bord großes Festzelt wurde aufgestellt. Die Sänger erschienen im schwarzen Frack mit weißer Binde, weißen Hand- schuhen und Zylinder. Höhepunkt war ein Festumzug und an allen drei Tagen spielte im Zelt eine 12 Mann starke Tanzkapelle. Fortan zeigte die Entwicklung des Vereins eine stetig aufsteigende Tendenz, ob im kulturellen Bereich, z. B. Mitgestaltung bei Feiern zu Kaisers Geburts- tag, Jubiläen, Fastnachtsbällen, Weihnachtsfeiern u. a. wie gesellschaftlich mit Familienausflügen und Sängerfahrten. Die Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 in Sarajewo führte zum Ausbruch des 1. Weltkrieges. Hiervon war auch der MGV betroffen. 19 Sänger mussten Kriegsteilnehmer werden, leider kamen 4 Sänger nicht wieder zurück. Im Februar 1919 konnten wieder Proben aufgenommen werden. Die unruhi- gen Zeiten der Besetzung des Rheinlandes und die Ausrufung zu General- streiks im Ruhrgebiet ließen es nicht zu, dass der Chor wieder sein altes Niveau erreichte. Das Jahr 1925, ein Jahr, indem mit Sam Wooding und Duke Ellington der amerikanische Jazz seinen Siegeszug in Deutschland begann, war auch für den MGV ein Glücksjahr, denn Herr Karl van Marwyk übernahm die musika- lische Leitung des Vereins. Seinem genialen Können verdankt der MGV zahlreiche Erfolge, z. B. bei mehreren Wertungs- singen und 1931, mit großer Anteilnahme der Walsumer Bevölkerung und anderer Chöre, die große Feier zum 25-jährigen Bestehen des Vereins. Um so bitterer war es, dass mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges am 1. September 1939 dem Auf- wärtsstreben des Chores erneut Einhalt geboten wurde. Zunächst versuchte der Chor, obwohl viele Sänger in den Krieg ziehen mussten, die regelmäßigen Proben beizubehalten, aber der immer größer werdende Mangel an Sängern führte 1942 zu einer Ver- einigung mit dem MGV Liederhain Hamborn. In Kooperation mit den Sängern des MGV Liederhain Hamborn war es nunmehr möglich, wöchentliche Proben abzuhalten, denn dem Gastverein erging es, was die Probenstunden anging, ähnlich wie dem MGV Walsum-Aldenrade, zu viele Sänger mussten in den Krieg ziehen. Bei dem furchtbaren Bombenangriff am 14. Oktober 1944 verlor der Verein nahezu seingesamtes Eigentum, einschließlich der wertvollen Fahne. Nach Kriegsende fanden sich schnell wieder die aktiven Sänger zusammen und so konnte mit dem Dirigenten Herrn Karl van Marwyk schon am 1. Sonntag des Jahres 1946, ein Jahr, in dem auch am 29. Januar endlich die ersten freien demokratischen Wahlen in Deutschland stattfanden, mit den Proben des MGV wieder begonnen werden. In Anerkennung seiner Treue zum MGV Walsum-Aldenrade und seines künstlerischen Schaffens wurde Herr van Marwyk zum Ehrendirigenten ernannt, als er altersbedingt den MGV und Walsum verließ. Ab Mai 1946 wurde der Chor musikalisch von Herrn Struck geleitet und 1949 von Herrn Eberhard übernommen. In der Versammlung vom 18. März 1951 wurde dem Kreischorleiter desSängerkreises Dinslaken, Herrn Musikdirektor Fritz Dahmen, das Dirigat desMGV übertragen. Es ist zweifellos sein Verdienst, dem Chor einen großenAufschwung gegeben zu haben, analog dem Wiederaufbau Deutschlands mit der Gründung der Montan-Union am 19. April 1951. Fritz Dahmen schaffte es, dass die Sänger neben alt bewährtem auch den Anforderungen der neuen deutschen Chormusik nachkommen konnten. So stellten sich mit Fleiß und Können von Chorleiter und Sängern des MGV auch bald Erfolge ein, wie z. B. beim Bezirkssingen in Duisburg, Bundessingen in Rheinhausen, Sängerwettstreit in Neuwied, Auftritte bei den Walsumer Chorwochen, Konzerte in der 1974 neu erbauten Stadthalle Walsum, mit dem „Chor der 7. US-Armee“, den „Westfälischen Nachtigallen“, sowie geistliche Konzerte in der Pfarrkirche St. Josef und in der ev. Kirche Aldenrade.Neben den Chorleitern sollen aber auch die langjährigen Vorsitzenden des Vereins nicht unerwähnt bleiben, wie z. B. Alfred Wilhelm, der von 1937 bis 1965 Vorsitzender unseres MGV war und bis zu seinem Tode 1979 als Protektor dem Chor immer wohlwollend zur Seite stand. Hans Hotze übernahm das Amt des 1. Vorsitzenden und führte den Verein 35 Jahre durch alle Höhen und Tiefen. Kameradschaftliches Verhalten der Sänger und das erfolgreiche Schaffen des Vorstandes gaben dem Verein großen Rückhalt und so konnten auch in Vergessenheit geratene Tugenden wieder verstanden werden. Einige Zahlen: Am 6. Oktober 1956 beging der Chor sein 50-jähriges Bestehen mit einigen Festveranstaltungen. Alfred Wilhelm, 1. Vorsitzender, legte nach 27 Jahren sein Amt nieder, sein Nachfolger Hans Hotze wurde von der Versammlung einstimmig Zu seinem Nachfolger bestimmt. 1974 unsere selbstständige Stadt Walsum wurde aufgrund der kommunalen Neugliederung nach Duisburg eingemeindet. 1974 wurde die neue Stadt- halle am Driesenbusch ihrer Bestimmung übergeben. 1979 unser langjähriger Vorsitzender und Protektor Alfred Wilhelm verstarb. 1980 wurden unsere Sangesfreunde Hans Hotze und Peter Schlingermann in den Adelsstand erhoben. Peter wurde Karnevalsprinz der Stadt Duisburg und Hans Hotze wurde Karnevalsprinz der KG Rot-Weiß Walsum. 1981, im Mittelpunkt des Jahres stand das 75-jährige Bestehen unseres Chores. Insgesamt fanden im Oktober aus diesem Anlass 8 unterschiedliche Veranstaltungen statt. 1983 trennte sich der Chor nach über 33 Jahren Dirigententätigkeit von seinem Dirigenten Musikdirektor Fritz Dahmen. Ab Januar 1984 übernahm der Wunschkandidat der Sänger Herr Konrad Leuer aus Duisburg-Laar den Chor als musikalischer Leiter. Das 80-jährige Bestehen des Chores feierten wir mit 3 Großveranstaltungen. Ein Festkonzert und ein Freundschaftssingen im Oktober und mit dem Weih- nachtskonzert im Dezember 1986. Im Oktober 1989 fällt nach über 40 Jahren die Mauer zwischen Ost- undWestdeutschland, einer Wiedervereinigung beider deutscher Staaten steht nichts mehr im Wege. Ein langgehegter Wunsch ging 1996 in Erfüllung. Eine neue Vereinsfahne wurde nach altem, vorliegendem Muster angefertigt und in einem ökume- nischen Gottesdienst geweiht. Die Fahne entspricht bis ins kleinste Detail, Vorder- und Rückseite, dem Original der Fahne, die in den Kriegswirren 1944 abhanden gekommen war. 1996 konnte unser Chor das 90-jährige Bestehen feiern. 90 Jahre, das sind 90 Jahre Vereinsgeschichte, 90 Jahre Chorgesang und 90 Jahre Walsumer Geschichte. Im September 1999 legte Herr Konrad Leuer, nach 15 Jahren Tätigkeit als Chorleiter des MGV unangekündigt sein Amt nieder. Beruflich überlastet, vom Bistum Essen mit weiteren Aufgaben betraut, sah sich Herr Leuer nicht mehr in der Lage, sein Amt und den damit verbundenen Verpflichtungen nachzukommen bzw. fortzusetzen. Nun war guter Rat teuer, der Markt ist nicht unbedingt mit guten Chorleitern gepflastert. Als Nachfolger wurde der 24-jährige Christoph Bartusek im Januar 2000 verpflichtet. Was sich zu Beginn positiv entwickelte, ging nach einiger Zeit in die falsche Richtung. Es kamen immer weniger Sänger zu den Proben. Die Probenarbeit gefiel den Sängern nicht mehr. Unsere Sängerwurden immer unzufriedener und der Chorleiter fand nicht die Richtige Motivation uns wieder aufzurichten. Selbst überlastet, mit Studium und kirchlichem Dienst, hiermit verbunden waren immer weite Fahrten, wurden Chorleiter und Chor zum Problem, und es war an der Zeit, die Notbremse zu ziehen. Zur Jahreshauptversammlung im März 2000, legte nach 35 Jahren der 1. Vorsitzende Hans Hotze sein Amt nieder, eine Ära wurde abgeschlossen. Die Versammlung wählte einstimmig zum Nachfolger den derzeitigen Geschäfts- führer und 2. Vorsitzenden Hans-Josef Schetter zu seinem Nachfolger. Der neue „Boss“, H. Josef Schetter, der 25 Jahre als 2. Vorsitzender und Geschäfts- führer mit Hans Hotze die Geschicke des Vereins geleitet hat, nahm die Wahl an und ernannte in seiner 1. Amtshaltung Hans Hotze zum Ehrenvorsitzenden. Die Welt hat sich verändert. Am 11. September 2001 sprengten Terroristen die Türme des „World Trade Centers“ in New York in die Luft und rissen 2.789 Menschen in den Tod. Seit diesem Tag ist nichts mehr so wie es war. Im Juli des Jahres 2003 entschloss sich der Vorstand, die musikalische Leitung mit unserem Chorleiter Herrn Christoph Bartusek aufzukündigen. Ab August des Jahres übernahm die Musikpädagogin Frau Elena Betsis probeweise den Chor und konnte ab Januar 2004 unterVertrag genommen werden. Mit ihr machte das Proben wieder Spaß, und es kamen auch einige jüngere Sänger zu uns. Hoffen wir, dass die neuen Sänger undFrau Betsis uns noch lange erhalten bleiben. Es ging wieder bergauf. Am 2. Mai veranstalteten wir zum ersten Mal mit unserer neuen Chorleiterin in der Stadthalle ein Frühjahrskonzert. Es war ein voller Erfolg. Das Publikum dankte dem MGV und seiner neuen Chefin mit lang anhaltendem Applaus. Der Höhepunkt in 2004 war aber das Weihnachtskonzert. Wir Sänger haben lange und gründlich dafür geprobt. Am 3. Adventsonntag war es endlich so weit. Die Stadthalle war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Das Publikum bedankte sich auch diesmal wieder mit lang anhaltendem Applaus, diesmal sogar mit „Standing Ovation“. Der MGV Walsum-Aldenrade mit seiner neuen Chefin ist wieder da. Am 2. Weihnachtstag wurde die Welt erneut von einer der bisher größten Naturkatastrophen heimgesucht. Bei einem Seebeben der Stärke 9,0 auf der Richterskala im Indischen Ozean starben ca. 200.000 Menschen. Darunter über 100 deutsche Urlauber. Wie bei der Flut im Osten unseres Landes und der vorgenannten Flut im Indischen Ozean, beteiligte sich der MGV an der Spendenaktion und hat seinen Beitrag geleistet. Nun aber galt es in die Zukunft zu blicken, das Jahr 2006 rückte unaufhaltsam heran. 2006 das Jubiläumsjahr, ein Grund zum Feiern. Aber auch ein Jahr nach dem Jubiläumsjahr hat der Chor bewiesen, dass er sich weiter entwickelt hat und dies bei etlichen Auftritten in Jahren 2007 bis 2009 unter Beweis stellte. Mit gleich hoher Motivation soll nun auch im Jahr 2010 agiert werden und das Programm ist wieder vielversprechend! |